[Buch] Recipes for Melissa // Für alle Tage, die noch kommen



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Autor: Teresa Driscoll
Sprache: englisch
Deutscher Titel: Für alle Tage, die noch kommen
Reihe: -
Seiten: 290
Verlag: Bookouture
Gelesene Edition: Kindle, 2,99€ 
ISBN/ASIN: B00UNCNURA
Veröffentlichung: 5. Juni 2015



Inhalt

Melissa Dance was eight years old when her mother died. They never got to say goodbye.
Seventeen years later, Melissa is handed a journal. As she smooths open the pages and begins to read her mother’s words, she is instantly transported back to her childhood.
But returning to her past is painful and memories of her mother’s beautiful face are a cruel reminder to Melissa that she’ll never see her again.
As Melissa slowly makes her way through the precious book, reading the snippets of advice and cooking the dishes from the recipes she is also shocked to learn of her mother’s secrets – secrets that if shared, could change Melissa’s world forever.

Meine Meinung

Leider ist der Unterschied zwischen der Geschichte, wie ich sie mir nach dem Lesen des Klappentextes vorgestellt habe, und dem tatsächlichen Buch ziemlich groß.
Schon der englische Untertitel The heartbreaking Story of a mother's Goodbye to her Daughter lässt eine unglaublich rührende Geschichte erahnen, bei der die Tränen vorprogrammiert sind.
Bestimmt sind manche Leute, die nicht so auf schnulzige Geschichten stehen, erleichtert, dass das Buch ganz anders war als es angekündigt hat. Ich bin leider keiner davon.
Melissa war für mich als Hauptcharakter zwar sympathisch, ihre Entscheidungen und Taten aber nicht immer so ganz nachvollziehbar. Beispiel: Würde ich von meiner Mutter, die starb als ich klein war, ein Buch bekommen, das sie selbst geschrieben hat, könnte ich nicht mal warten bis ich aus dem Anwaltsbüro raus wäre um mit dem Lesen anzufangen.
Melissa allerdings nimmt sich viel Zeit und muss erst mal alles verarbeiten. Und das, obwohl die Texte ihrer Mutter, zumindest die, die man innerhalb des Buches lesen kann, alles andere als erschütternd sind. Sie deutet vielmehr oft etwas an, was sie später mal irgendwann erzählen will und erinnert Melissa daran, dass sie sie liebt. Was darauf schließen lässt, dass es etwas wirklich Schlimmes sein muss. Noch ein Grund mehr, das Buch so schnell wie möglich zu lesen: Was zur Hölle will meine Mutter mir sagen?
Hier hat mich ebenso das belanglose Gerede von Melissas Mutter enttäuscht. Sie ist kurz davor zu sterben und möchte ihrer Tochter nur dieses eine Buch mit auf den Weg geben, das, um es klar zu sagen, eine begrenzte Seitenzahl hat. Und dann schwafelt sie endlos durch die Gegend, deutet 100 Mal Dinge an, die dann innerhalb 20 Zeilen enthüllt werden.
Insgesamt dachte ich, dass es mehr dieser Einträge zu lesen geben würde, einfach um Eleanors Emotionen klarer darzustellen. Dadurch dass dann aber viel mehr aus der Sicht von Max (Eleanors Mann, Melissas Vater) erzählt wurde, ging das irgendwie verloren. Max' Geschichte war zwar spannend, wäre für mich aber kein zweiter Hauptspielort des Geschehens gewesen.
Leider ist auch in der gesamten Geschichte (oder hab ich das überlesen?) nie das "heartbreaking Goodbye" zu lesen, das mir versprochen wurde. Ganz im Gegenteil verabschiedet Eleanor sich auch 17 Jahre später überhaupt nicht von ihrer Tochter, sondern hinterlässt ihr nur den genannten Haufen Rezepte inklusive kryptischer Andeutungen und noch dazu einen Berg Sorgen über die ungeklärte Gen-Frage. Unfassbar.

Also insgesamt muss ich sagen, dass ich die Idee hinter dem Buch superspannend fand, nur war die Umsetzung auf diese Art und Weise war einfach nicht nach meinem Geschmack.

Fazit

Tolle Idee mit nur mäßiger Umsetzung. Daher nur 3 von 5 Bäumchen.





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